Im Fluss – und was das Schreiben damit zu tun hat.

Es ist so schön, das wieder zu erleben: ich bin im Fluss (oder im Flow, wie es so schön heißt).

Die Beschäftigung mit den Themen der Bildungswissenschaft fällt mir nicht nur leicht, nein, ich habe auch das Gefühl, endlich mal wieder angekommen zu sein und immer mehr wissen zu wollen. Kritische Fragen zum Text zu stellen, ist momentan nicht nur leicht, sondern auch inspirierend und in gewisser Weise euphrodisierend.

Wie es kommt? Ich habe die ganzen angelesenen Vorurteile zum aktiven und passiven Lernen beiseite geschoben und mich auf die Vorgehensweisen besonnen, die mir schon während der Schulzeit und der Ausbildung mehr als gute Dienste geleistet hatten.

Schon mehrfach hatte ich hier berichtet, wie wichtig für mich das Schreiben beim Lernen ist und wie  aufwändig es doch ist. Heute kann ich sagen, dass die nicht-schriftlichen Lernversuche mir nicht nur nicht geholfen, sondern auch geschadet haben. Natürlich dauert das Lernen durch Schreiben eine gewisse Zeit, aber es ist für mich einfach nachhaltiger: Dinge, die ich aufgeschrieben oder aufgezeichnet (im Sinne von Malen) habe, bleiben mir einfach deutlich besser im Gedächtnis haften. Selbst dann, wenn ich mich darauf beschränke, Textpassagen wörtlich abzuschreiben. Und auch, wenn in vielen Ratgebern steht, dass Abschreiben sowas von passiv und unnütz ist: ich erlebe das für mich anders.

Fazit: nicht immer nur auf das hören, was Andere sagen, sondern auch in sich hineinhorchen, was einem selbst liegt.

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Neues Semester – neue Energie

Letztes Semester ist mir etwas dazwischen gekommen.

Mittlerweile geht es mir etwas besser und auch die neuen Unterlagen sind da. (Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr neue Unterlagen meine Motivation beeinflussen?)

So richtig super geht es mir aber noch nicht wirklich und deshalb möchte ich mich stärker focussieren als sonst. Dieses Semester werde ich deshalb nur drei Fächer bearbeiten:

  1. Sicherheit im Internet
  2. BiWi 1A
  3. hier schwanke ich noch: Software Engineering, Einführung in OOP oder BiWi 1B.

Für Software Engineering spricht, dass der Klausurtermin weit vor den anderen Terminen liegt. Das Thema ist interessant, der Kurs aber für mich noch neu.

Für Einführung in OOP spricht, dass ich dann endlich die Voraussetzungen für das Software-Praktikum hätte. Das Thema ist für mich leider nur leidlich interessant, das habe ich schon viel zu oft gemacht. Bedeutet, dass das stofflich nur wenig zu Lernen ist, aber schooooon wieder? (*gähn*) Der Klausurtermin liegt mitten zwischen den anderen beiden Klausuren.

Für BiWi 1B spricht, dass es mir Spaß macht. Es ist einfach ein ganz anderes Gebiet als mein Informatik-Standard. Dafür ist es recht aufwändig, umfangreich und der Klausurtermin… der liegt ebenfalls nah zu den anderen Klausuren und ist dafür noch an einem normalen Wochentag (bei BiWi übrigens üblich…).

Ich warte mal die erste Übung für Software Engineering ab und dann schau ich mal.

Wenigstens kommt so langsam die Energie wieder.

Motivation – wie geht das? (II)

Im zweiten Teil meiner Motivations-Serie widme ich mich dem Thema: Abwechslung.

Abwechslung ist etwas, das für mich recht wichtig ist. Ich zähle zu den so genannten „Scannern„, die sich für unheimlich viele verschiedene Gebiete interessieren und manchmal gar nicht wissen, wie sie mit der riesigen Auswahl interessanter Themen umgehen sollen. Nur ein einziges Thema zu bearbeiten, wäre mir persönlich schlicht zu langweilig.
Das ist einer der Gründe, warum es für mich sinnvoll ist, nicht nur berufsnah Informatik zu studieren, sondern auch Bildungswissenschaft. Natürlich deckt sich das auch mit meinen Interessen 🙂

Wenn ich nach Hause komme, ist es für mich am Leichtesten, mit einem Thema zu beginnen, dass möglichst nichts mit meiner Arbeit zu tun hat.

Deswegen steht bei mir meistens die Beschäftigung mit Bildungswissenschaften am Anfang eines Lernabends. Darauf freue ich mich schon während der Arbeit, besonders, wenn es so langsam auf den Feierabend zugeht. Das bedeutet, dass meine zu überwindende Hürde etwas leichter zu nehmen ist. Und darum geht es ja bei der Motivation: sich dazu zu bewegen etwas zu tun.

Wenn ich dann mit diesem Bereich fertig bin (d.h. nach 2-3 Pomodoros), mache ich eine etwas längere Pause (meistens koche ich dann eine Kanne Tee – Earl Grey, heiß) und nutze dann die gewonnene Energie um mit Informatik weiter zu machen, möglichst ebenfalls für 2-3 Pomodoros.
Vorteile:

  1. meine Anfangshürde ist geringer und ich komme in einen Lernflow, manchmal sogar in einen Lernflash
  2. die Einheiten haben thematisch wenig bis gar nichts miteinander zu tun. Dadurch vermeide ich eine Überlagerung der Inhalte, die so genannte Interferenz.
  3. durch häufigere kleinere Lerneinheiten fördere ich auch das Wiederholen und damit das Behalten und Verstehen des Stoffes.

Klar, das ist der optimale Fall und in meinen Wochenrückblicken ist mehr als deutlich zu lesen, dass ich derzeit nicht über ausreichend Freizeit für dieses Vorgehen verfüge und mich durch Modulbeschränkung durch dieses Semester bringen muss.

Trotzdem hat sich diese Vorgehensweise (für mich) als sinnvoll erwiesen.

Wie sieht es bei Euch aus: braucht Ihr eher Abwechslung beim Lernen oder konzentriert Ihr Euch lieber nur auf ein Fach? Oder macht Ihr es sogar ganz anders?

Motivation – wie geht das?

Viele behaupten, darauf eine Antwort zu haben – geht man nach der Anzahl der Bücher und Blogeinträge zum Thema Motivation. Davon tun einige so, als hätten Sie allein die Weisheit gepachtet. Diejenigen, die das nicht tun, geben meist so inhaltsleere Ratschläge wie: Sie müssen selbst herausfinden, was bei Ihnen funktioniert, mehr kann ich dazu auch nicht sagen (aber dafür brauche ich immerhin 89 Seiten).
Ich verspreche hier nix, möchte aber trotzdem gerne teilen, was bei mir hilft, mich aus einem Motivationstief zu ziehen, wie einst Baron Münchhausen an seinem eigenen Zopfe.

Heute: Visualisierung des Erfolgs.

Klingt total esoterisch, ist es aber nicht – eigentlich sogar eher buchhalterisch: Ich habe für meine beiden Studiengänge Excel-Tabellen angelegt, welche Kurse ich aktuell bearbeite, welche Kurse noch offen sind und welche Kurse ich schon geschafft habe. Der Kurswert richtet sich nach den ECTS-Credits – die sollen sich ja auch am Aufwand orientieren.

Das allein ist schon eine nette Sache, aber so richtig Spaß macht es eigentlich erst mit der Ringgrafik:

Das zeigt mir, dass ich schon 1/3 geschafft habe und es bis zur Hälfte nicht mehr weit ist.

Detaillierter ist meine Tortengrafik:

Da hab‘ ich dann alles drin: welche Kurse ich genau schon bestanden habe, welche ich bestehen möchte und welche noch vor mir liegen.

Mich treibt es irgendwie an, diesen Kreis nach und nach auszufüllen, und mich den 100% zu nähern. Vor allem, weil ich sehe, was ich schon erreicht habe – wäre doch blöd, jetzt aufzugeben.

Ich genieße es einfach, meinem inneren Kritiker das unter die Nase zu reiben: „Du denkst, ich schaff das nicht? Pah, guck mal, was ich schon alles geschafft habe, obwohl Du es angezweifelt hast!“

Mensch-Computer-Interaktion auch überstanden

*uff* waren das Wochen…

Am Samstag hab ich dann die zweite Klausur des Semester geschrieben. Obwohl, soll ich tatsächlich „geschrieben“ sagen? „Gekreuzt“ wäre die richtige Variante, denn es war eine Multiple Choice Klausur mit 84 Fragen, zu jeder Kurseinheit zwölf Fragen zu je einem Punkt.

Das stand schon lange genug vorher fest und die Ankündigungen in moodle waren auch entsprechend gut.

Auch wenn die Aufgaben nicht aus dem bereits bekannten Aufgabenpool stammen, ist eine Vorbereitung mit den Selbsttestaufgaben doch das Mittel der Wahl. Denn so weit weg waren die Klausuraufgaben nun nicht von den Testaufgaben.

Zu der Klausur selbst: die war fair, auch, wenn ich bei dem ein oder anderen Kreuzchen unsicher war. Theoretisch ist von totalem Reinfall bis absolutem Überflieger alles drin – ich warte einfach mal das Ergebnis ab.

 

Vor dieser Klausur war ich bei weitem nicht so nervös wie vor der IV-Strategie. MCI liegt mir einfach deutlich mehr. Und obwohl ich auch da viele neue Begriffe gelernt habe und auch das eine oder andere auswendig wissen musste, erschien es mir deutlich weniger Auswendiglernerei zu sein als bei IV-Strategie.

 

So, jetzt liegen bis zum 15.09. noch drei weitere Klausuren vor mir, das ist eine Menge Holz und es könnte sogar sein, dass ich eine davon wieder abmelde. Aber wer weiß, nach jeder geschriebenen Klausur bekomme ich noch mehr Antrieb für die restlichen Prüfungen.