Was Lernen mit Schreiben zu tun hat

So ziemlich jeder Lernender kennt das: kaum schreibt man einen Pfuschzettel, schon fängt man an, zu verstehen, was man da schreibt. Das mag nicht immer so sein, aber ich wette, jeder hatte schon mal solche Momente.

So ist das auch bei mir, teilweise so stark, dass das Schreiben für mich, neben der Verwendung von Farben und Skizzen, eines der wichtigsten Lernwerkzeuge ist:

  • Lese ich einen schwierigen Text, dann schreibe ich Textpassagen, die ich nicht verstehe ab. Dabei passiert etwas Magisches, denn wenn ich den Satz aufgeschrieben habe, merke ich, dass ich den Gedankengang meistens verstanden habe. Es ist, als würde das Abschreiben bei mir den Verstehensprozess unterstützen. Denn: das bewusste Abschreiben gibt mir den Fokus und anscheinend die Möglichkeit, mich in die Gedanken des Verfassers „einzuklinken“.
  • Habe ich Schwierigkeiten, ein Thema zu verstehen, versuche ich, so zu tun, als müsste ich das Thema nicht für mich lernen, sondern lediglich anderen nahebringen. Dazu entwerfe ich einen „besseren“ Lehrtext. Mit Skizzen, teilweise Comics, Infokästen. Mir reicht es meistens, aufzuschreiben, was ich besser machen würde. Das hilft mir, herauszufinden, wo meine Verständnisprobleme liegen. Und das wiederum hilft mir, entsprechend andere Quellen aufzutun.
  • Auch beim Verfassen von Hausarbeiten schreibe ich lange von Hand, dazu dann aber in einem anderen Blogeintrag mehr.

Lernen geht bei mir durch die Hand. So seltsam es für manche klingen mag: mit Stift und Papier gelingt mir das Lernen leichter.

Wochenrückblick KW 46 2012

Unizeit letzte Woche: 8 Pomodoro-Einheiten.

Der Oma geht es schlechter. Deutlich schlechter. Sie liegt zwar auf der normalen Station, kann aber vor lauter Schmerzen und Schmerzmitteln nicht richtig denken und sich nur rudimentär artikulieren. Sie weint viel und schreit vor Schmerzen.

Da muss ich mir die Frage gar nicht erst stellen, wo ich meine Zeit verbringen soll. Wenn ich nicht auf der Arbeit bin, bin ich im Krankenhaus oder zuhause schlafen. In der Mittagspause lese ich ein wenig Uni-Kram, halte mich aber zumindest an meinen „Stundenplan“.

Das ist das Gute an der FernUni: man kann das Studium auch recht gut auf die aktuelle Lebenssituation anpassen.

Wochenrückblick KW 45 2012

Unizeit letzte Woche: ganz genau 19 Pomodoro-Einheiten zu 20 Minuten + 5 Minuten Pause.

Zusätzlich zu meinem rudimentären „Wochenstundenplan“ war die Pomodoro-Wiedereinführung ein guter Schritt nach vorne.

In dem Wochenstundenplan ordne ich jedem Tag zwei Themenbereiche zu, an denen ich arbeiten möchte. Sogar die Reihenfolge ist vorgegeben und die Themenbereiche sind gleichmäßig verteilt. Dadurch verhindere ich eine „Entscheidungsstarre“, die mich schon mal befällt, weil ich mich nicht entscheiden kann, um welches Thema ich mich denn kümmern soll.

Uhrzeiten habe ich keine festgelegt – das klappt auf Dauer eh‘ nicht und bringt mir nur ein schlechtes Gewissen.

Auch schiebe ich die Aufgaben nicht vor mir her: gestern z.B. kam ich nicht zu „Sicherheit im Internet“, das wird nicht nachgeholt, sondern einfach gestrichen. Das kommt erst am nächsten Termin wieder dran (Donnerstag).

Gar nicht auf dem Stundenplan stehen diejenigen Fächer, zu denen ich in diesem Semester keine Prüfungen machen kann, das wäre einfach zu viel.

Im Rückblick bin ich mit der letzten Woche sehr zufrieden!

Wochenrückblick KW 42 2012

Unizeit letzte Woche: hab‘ ich nicht gezählt, war aber nicht viel.

Ich verbringe immer noch viel Zeit im Krankenhaus (im Urlaub jetzt etwa 1,5 Stunden am Tag) vor der Intensivstation. Wenn alles gut geht, wird das auch noch eine ganze Weile (2 Monate oder mehr) so gehen, wenn es nicht gut geht, habe ich dann plötzlich wieder viel Zeit… Hoffentlich geht alles gut!

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass „leichte Kost“ doch zu lesen geht, während ich warte. Das ist dann hauptsächlich BiWi. Das bedeutet für dieses Semester, dass ich Informatik zurückstelle und mich wohl nur an 1618 (Einführung in OOP) versuche, vielleicht auch an Sicherheit im Internet I + Ergänzungen. Im Fokus steht jetzt aber BiWi: 1A und 1B. Das ist der große Vorteil als Fernstudent, die Uni-Auslastung lässt sich doch ganz gut an das Leben anpassen – man muss dafür halt auch mal in Kauf nehmen, dass sich nicht alles so schnell entwickelt, wie man es gerne hätte.

KW 42 haben meine bessere Hälfte und ich genutzt, um ein wenig Kraft zu tanken, wir haben die SPIEL in Essen besucht. Und es hat sehr, sehr gut getan!

Wochenrückblick KW 41 2012

Unizeit letzte Woche: ganz genau 0 Stunden.

Zwar verbringe ich aktuell täglich ein bis zwei Stunden wartend im Krankenhaus, die Konzentration reicht aber nur für einfache Romane.

Zusätzlich habe ich eine stressige Situation auf der Arbeit (womit Murphys Law mal wieder belegt wäre).

Und das bedeutet, dass mein Fernstudium wirklich eines ist: nichts liegt mir momentan ferner als mein Studium 😉

Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, z.B. der Urlaub ab Mittwoch.