Wieso mach ich das eigentlich…

… das mit dem Studium?

An einem Studientag habe ich mit mehreren Kommilitonen gesprochen, die ebenfalls einen Job haben und sich ihre Brötchen mit einem Vollzeitjob verdienen.

Für alle war der Grund für das Studium, einen Job zu bekommen, der ihnen Spaß macht – im Gegensatz zum aktuellen Job.

Das kann und will ich nicht verurteilen, denn es ist ein legitimer Grund. Und außerdem allemal besser, als rumzujammern, dass einem die Arbeit nicht gefällt, man aber ja nichts dagegen machen kann.

Es hat mir aber auch Anlass gegeben, zu überdenken, warum ich das eigentlich mache.

Ich kann festhalten:

  • Mein Job gefällt mir.
  • Es gibt trotzdem Jobs, die mir besser gefallen – und für die eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht reicht.
  • Ich habe Spaß am Lernen (auch wenn ich mich da manchmal dran erinnern muss).
  • Ich bin neugierig und kann meine Gedanken nicht einfach nur bei dem Fenster lassen, dass mir meine Arbeit zeigt.
  • Ich mag Herausforderungen.
  • Ich liebe Wissen. Gäbe es heute noch die septem artes liberales – ich würde mich einschreiben.

Welcher dieser Gründe überwiegt, ist nicht auszumachen, das hängt schlicht und ergreifend von der Tagesform ab.

Ich werde noch weiter nachdenken, bestimmt fallen mir noch viele Gründe ein, warum ich wieder mit dem Studium angefangen habe….

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Aus, aus, aus – das Semester ist aus!

Mit meinem letzten Füllerstrich am Samstag ist nun dieses Semester zu Ende gegangen.

 

Ich klappe meine Klausur zu, die ich mir gerade zum dritten Mal durchgesehen habe, atme durch, räume meine Sachen zusammen und gebe ab. Meine letzte Prüfung für das SS 2011.

Ich atme tief ein und aus, bin froh – und stolz. Ich habe es geschafft. Fertig. Auch wenn das Ergebnis noch nicht da ist – bestanden habe ich auf jeden Fall. Ruhe und Zufriedenheit halten Einzug in meine Seele.

Unbemerkt zieht noch jemand ein: Enthusiasmus gesellt sich still dazu und teilt allen Anwesenden mit, wie sehr er sich auf das kommende Semester freut. Er steckt mich an.

 

Mach’s gut, Sommersemester und herzlich Willkommen, Wintersemester – ich freu mich auf Dich!

Geteiltes Leid ist halbes Leid

das gilt auch für das Lernen.

Letzte Woche habe ich täglich ein bis zwei Stunden in der hiesigen Universitätsbibliothek verbracht, um dort in Ruhe zu lernen.

Klar komm ich mir da alt vor – nicht nur, dass ich das im Vergleich zu den anderen Studenten auch irgendwie bin, sondern auch, dass ich so gar kein Notebook dabei habe, unterscheidet mich stark von den anderen und macht mich irgendwie „dated“.

Aber: in dieser Atmosphäre lernt es sich gut, die ein bis zwei Stunden da sind produktiver als zuhause. Auch, weil ich eben kein Notebook dabei habe und ich nicht mal eben nachschauen kann, was denn x oder y in irgendeinem Forum dazu geschrieben hat oder wie denn jetzt noch mal die Musterlösung ging.

Da bin nur ich und der Stoff – und viele andere Studenten, die angestrengt lernen. Das motiviert tatsächlich, das gemeinsame Lernen.Und es steigert meine Konzentrationsfähigkeit.

Natürlich ist auch nicht zu verachten, dass ich mir nicht die Blöße geben möchte nach einer gefühlten Ewigkeit (30 Minuten) schon aufzugeben, zusammenzupacken und zu gehen.