Zeitaufwand für das Studium

Eine Frage in den Kommentaren war so interessant, dass es sich lohnt, sie doch mal etwas tiefgehender zu beleuchten:

Lars K (@fern_studi)

wieviel zeit hast du bisher wöchentlich aufgewendet und auf wieviel schränkst du dich ein?

Grobe Schätzungen meinerseits ergeben einen Aufwand von 10-15 Stunden in der Woche. Vor Klausuren sind es eher 20-30.

Ob die Werte auch stimmen: keine Ahnung, ich hab‘ ehrlich gesagt nicht nachgehalten, wie viel Zeit ich ins Studium investiere.

Deshalb werde ich mal eine kleine Statistik führen und mal schauen, was so dabei raus kommt.

 

Ich bin gespannt!

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Class Time is Priceless – Studientage

so lautet der Titel eines kurzen Artikels von TrustyGuides.

Auch wenn es in dem Artikel darum geht, wie man sich am besten auf eine Unterrichtsstunde vorbereitet und das beste aus ihr herausholt, enthält alleine schon die Überschrift sehr viel Wahrheit.

Alleine schon nur im Unterricht zu sitzen, bringt mich dem Stoff schon näher – selbst ohne Vorbereitung.

Der Unterricht – also mit anderen Menschen zusammen in einem Raum zu sitzen und einem Lehrer zu folgen – ist das, was mir am Meisten fehlt an der Fernuni…

Nicht nur, dass mir der Stoff „vorgekaut“ wird (das wird er auch in den Studientexten), sondern vor allem die Interaktion ist es, die mir fehlt: das Fragen, das Erklären, das Lachen…

Das kann auch die beste Newsgroup oder moodle nicht ersetzen. Das alles ist schriftliche Kommunikation und wirkt so furchtbar weit weg.

Deshalb sind die Studientage so unheimlich wichtig. Hier geht es nämlich genau darum: zusammen mit mehreren anderen den Stoff verstehen und sich auf die Klausur vorbereiten. Email-Adressen werden ausgetauscht und man kommt an neue Kontakte. Hürden werden abgebaut, sowohl zum Stoff als auch zu den Lehrenden.

Dass auch mal der ein oder andere Hinweis fällt, was klausurrelevant ist und was weniger, ist ein zusätzlicher Bonus.

Also: wann immer möglich und wann immer angeboten: besucht die Studientage!

Untauglich

erweist sich die noch aus Schule und Ausbildung so geliebte Lernmethode: den Stoff zusammenfassen und schreiben, schreiben, schreiben.

Das war die bisher erfolgreichste Lernmethode für mich.

Das Lernen klappt damit auch immer noch sehr gut: ich verstehe Zusammenhänge so leichter, kann Argumentationen besser folgen und insgesamt den Stoff besser verinnerlichen.

Einzig: es hapert an der Zeit.

Diese Art des Lernens dauert einfach zu lange. Ich arbeite lange und ausführlich an diesen schriftlichen Zusammenfassungen. Doch wenn ich in diesem Tempo weiter durch den Stoff gehe, kann ich die Klausur in 1,5 Jahren schreiben – und nicht in 10 Wochen…

Ich werde etwas anderes finden müssen, das ähnlich gut, aber deutlich schneller ist.

Vorschläge, anyone?