Ich nehme mir eine Auszeit vom Studium

Eine meiner Regeln im Umgang mit der Depression lautet, keine wichtigen Entscheidungen in einer depressiven Phase zu treffen.

Letzten Monat bin ich davon abgewichen und habe sämtliche Klausuren für dieses Semester abgemeldet und für das kommende Semester keine neuen Fächer belegt.

Mittlerweile geht es mir wieder besser. Interessanterweise bereue ich die Abmeldung nicht. Ich bin zwar ein bißchen wehmütig, aber nicht niedergeschlagen.

Momentan bin ich auch noch nicht sicher, ob ich im nächsten Semester überhaupt etwas für die Uni tun werde oder ob ich mir nicht eine längere Auszeit vom Studium gönne.

In den letzten Semestern bin ich nicht nur an meine Grenzen gegangen, sondern auch darüber hinaus – mehr als einmal. Körper und Seele zeigen mir überdeutlich, dass ich mich übernommen habe. Deswegen wird mir eine Pause gut tun. Ich kann meine Kräfte wieder sammeln und werde erst einmal nur Dinge tun, die meine Akkus wieder aufladen.

Anschließend werde ich wohl weiter studieren – dafür mag ich es auch einfach zu sehr. Doch ist der Prüfungs- und Leistungsdruck, den ich mir selbst mache, momentan zu hoch. Auch wenn mir das Lernen Spaß macht (und das tut es): Prüfungen bedeuten auch Stress und Nervosität. Gepaart mit einer Depression ist das alles andere als lustig.

Wird es deswegen hier absolut still sein? Ich denke nicht. Ich habe schon seit Langem ein paar Ideen für Artikel über Mathematik, für die bisher die Zeit fehlte.

Wir lesen uns 🙂

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