Im Fluss – und was das Schreiben damit zu tun hat.

Es ist so schön, das wieder zu erleben: ich bin im Fluss (oder im Flow, wie es so schön heißt).

Die Beschäftigung mit den Themen der Bildungswissenschaft fällt mir nicht nur leicht, nein, ich habe auch das Gefühl, endlich mal wieder angekommen zu sein und immer mehr wissen zu wollen. Kritische Fragen zum Text zu stellen, ist momentan nicht nur leicht, sondern auch inspirierend und in gewisser Weise euphrodisierend.

Wie es kommt? Ich habe die ganzen angelesenen Vorurteile zum aktiven und passiven Lernen beiseite geschoben und mich auf die Vorgehensweisen besonnen, die mir schon während der Schulzeit und der Ausbildung mehr als gute Dienste geleistet hatten.

Schon mehrfach hatte ich hier berichtet, wie wichtig für mich das Schreiben beim Lernen ist und wie  aufwändig es doch ist. Heute kann ich sagen, dass die nicht-schriftlichen Lernversuche mir nicht nur nicht geholfen, sondern auch geschadet haben. Natürlich dauert das Lernen durch Schreiben eine gewisse Zeit, aber es ist für mich einfach nachhaltiger: Dinge, die ich aufgeschrieben oder aufgezeichnet (im Sinne von Malen) habe, bleiben mir einfach deutlich besser im Gedächtnis haften. Selbst dann, wenn ich mich darauf beschränke, Textpassagen wörtlich abzuschreiben. Und auch, wenn in vielen Ratgebern steht, dass Abschreiben sowas von passiv und unnütz ist: ich erlebe das für mich anders.

Fazit: nicht immer nur auf das hören, was Andere sagen, sondern auch in sich hineinhorchen, was einem selbst liegt.

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Ach komm, nur 10 Minuten…

manchmal will sich das Gefühl „ich will jetzt lernen“ auf Gedeih und Verderb nicht einstellen.

Da warte ich, und warte, und warte … es hat was von Godot, schließlich wache ich äußerst selten morgens auf mit dem Gefühl, dass ich heute, am besten in 5 Minuten, anfangen will mit Lernen. Zugegeben, auch das passiert – aber doch eher selten.

Häufiger ist es dann doch die Unlust des Beginnens. Zusätzlich wirkt alles dann auch noch so schrecklich viel oder schrecklich schwierig und insbesondere tödlich langweilig (jedenfalls langweiliger als vieles andere, was mir so einfällt).

Um mich eine Stunde lang hinzusetzen und zu Lernen, scheint die Energie jedenfalls nicht zu reichen, alternativ ist es die Disziplin.  So viele Menschen in meinem Umfeld scheinen so reichlich davon bekommen zu haben, dass für mich einfach nicht mehr viel übrig blieb.

Wofür es aber doch reicht, ist für 10 Minuten. Nur 10 Minuten, die tun nicht weh (naja, nicht so weh wie eine Stunde) und gehen schnell vorbei. Trotzdem kann ich hinterher behaupten, ich hätte zumindest ein bißchen was getan und wäre nicht gänzlich untätig gewesen.

Diese 10 Minuten gehen meistens so schnell vorbei, dass ich erst nach 30 – 60 Minuten merke, dass ich schon längst hätte aufhören dürfen. Diese kurze Zeitspanne reicht aus, um in den Stoff und in Fahrt zu kommen. Teilweise so sehr, dass ich tatsächlich die Zeit vergesse. Und dann ist sie auch da, die Lust zum Lernen. Doch dann ruft auch schon wieder die Arbeit…

Merke: 10 Minuten können Deine Prüfung retten.