Mit Tomaten gegen die Prokrastination

Kaum geht es der Klausur entgegen, befällt mich wieder meine Aufschieberitis maximalis spontaniis – ein gemeiner Virus der spontanen übermächtigen Unlust.

Ein kleines Tool das mir dabei hilft ist die Pomodoro-Technik. Also die Tomaten-Technik.  Sie hat ihren Namen von einem mechanischen Küchenwecker in Form einer Tomate.

Das Prinzip ist einfach:

  1. Man stellt den Wecker auf eine kurze Zeitspanne von 25 Minuten (bei mir sind 20 Minuten optimal). In dieser Zeit arbeitet man konzentriert am Thema (z.B. einen neuen Text lesen)
  2. Nachdem der Wecker geklingelt hat, stellt man ihn auf 5 Minuten und macht PAUSE!
  3. Beginne wieder bei 1.

Das ganze ist etwas ausgefeilter, wie man unter obigem Link nachlesen kann. Aber im wesentlichen ist es das.

Für die Rechner-Freaks gibt es noch ein schönes Timer-Programm: Focus Booster. Aber Achtung, nur benutzen, wenn Ihr auch am Rechner arbeiten müsst (Aufzeichnungen schauen z.B.), sonst lieber den guten alten Küchenwecker nehmen.

Advertisements

Die Unlust des Beginnens

auch bekannt unter den Namen Aufschieberitis oder auf Akademikerdeutsch Prokrastination.

Mein persönlicher größter Feind.

Bevor ich anfange, zu lernen, muss ich erst nochmal:

  • die Sachen raussuchen,
  • den Schreibtisch aufräumen,
  • Mails checken,
  • Tee kochen,
  • Tee trinken,
  • auf Toilette,
  • die richtigen Stifte suchen,
  • einen Blogeintrag schreiben (so wie jetzt)

Das lässt sich endlos fortsetzen und endet oft damit, dass von 2 Stunden freier Zeit vielleicht 10 Minuten Zeit für das Lernen bleiben.

Effektiv ist anders.

An der Unzahl der Ratgeber in Buchform und der Blogs, die sich mit diesem Thema beschäftigen, lässt sich erahnen: ich bin nicht alleine im Universum der Unlust, der Blockaden und der Vermeidungshaltung.

Vielleicht brauche ich ein neues Buch, einen neuen Artikel, ein neues Tool, einen neuen Hack – bevor ich loslegen kann. Und da sind wir wieder: beim Vermeiden. Denn mal ehrlich: ich kenne genügend Techniken, habe bestimmt ein halbes Dutzend Bücher zum Thema angefangen (nein, nicht zu Ende gelesen) und falle trotzdem noch in die meisten Fallgruben der Unlust des Beginnens.