Nebenbei studieren – klappt das überhaupt?

Meine ehrliche Antwort dazu ist: Jein.

Manchmal sprudele ich nur so vor Motivation, dass ich platzen könnte: ich nutze jede freie Minute, um meine Nase in die Unterlagen zu stecken, mache Selbsttestaufgaben und die Hausaufgaben sind auch ratze-fatz erledigt. Jede erledigte Aufgabe, jedes gelesene Skript, jedes verstandene Thema treibt mich dabei zu weiteren Höchstleistungen an.

Aber es gibt auch die andere Seite: motivations- und fassungslos sehe ich den nächsten Abgabe- oder gar Prüfungstermin näher rücken. Ich sabotiere mich selbst mit den herrlichsten Ausreden („mein Hamster muss Gassi“) und habe schlicht und ergreifend keine Lust. Der Blick auf meinen Schreibtisch macht mich mutlos, alles erscheint mir zu viel. Bin ich überhaupt für die Uni geeignet? Bin ich nicht vielleicht doch zu wenig diszipliniert?

Und: die Berufstätigkeit macht es nicht einfacher. Stehen Überstunden an, hat das direkte Auswirkungen auf die Planung, selbst mit Puffer kann es passieren, dass die Arbeit ein ganzes Semester über den Haufen wirft.

Die Frage ist: wie gehe ich damit um? Wie reagiere ich in welchen Situationen? Versuche ich, zu retten, was zu retten ist (und streiche die Prüfungen auf das noch machbare herunter?) Oder verzweifele ich?

Genau das klopft der Willens-Test der FernUni ab.

Mein Tipp: machen!

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Ach komm, nur 10 Minuten…

manchmal will sich das Gefühl „ich will jetzt lernen“ auf Gedeih und Verderb nicht einstellen.

Da warte ich, und warte, und warte … es hat was von Godot, schließlich wache ich äußerst selten morgens auf mit dem Gefühl, dass ich heute, am besten in 5 Minuten, anfangen will mit Lernen. Zugegeben, auch das passiert – aber doch eher selten.

Häufiger ist es dann doch die Unlust des Beginnens. Zusätzlich wirkt alles dann auch noch so schrecklich viel oder schrecklich schwierig und insbesondere tödlich langweilig (jedenfalls langweiliger als vieles andere, was mir so einfällt).

Um mich eine Stunde lang hinzusetzen und zu Lernen, scheint die Energie jedenfalls nicht zu reichen, alternativ ist es die Disziplin.  So viele Menschen in meinem Umfeld scheinen so reichlich davon bekommen zu haben, dass für mich einfach nicht mehr viel übrig blieb.

Wofür es aber doch reicht, ist für 10 Minuten. Nur 10 Minuten, die tun nicht weh (naja, nicht so weh wie eine Stunde) und gehen schnell vorbei. Trotzdem kann ich hinterher behaupten, ich hätte zumindest ein bißchen was getan und wäre nicht gänzlich untätig gewesen.

Diese 10 Minuten gehen meistens so schnell vorbei, dass ich erst nach 30 – 60 Minuten merke, dass ich schon längst hätte aufhören dürfen. Diese kurze Zeitspanne reicht aus, um in den Stoff und in Fahrt zu kommen. Teilweise so sehr, dass ich tatsächlich die Zeit vergesse. Und dann ist sie auch da, die Lust zum Lernen. Doch dann ruft auch schon wieder die Arbeit…

Merke: 10 Minuten können Deine Prüfung retten.