Nur keine Panik – vor allem nicht während der Klausur

Erst kürzlich in einer Newsgroup gelesen:

„Und wenn Du dann die Angst hast, es nicht hinzukriegen, dann fällt das alles noch viel schwerer als so schon.“

Ja, das ist wahr.

Aber: wie vermeidet man, derart Angst zu bekommen?

Für mich funktioniert folgendes:

Vor der Prüfung:

  • Bewusst machen: welche Punkte sprechen dafür, dass ich die Prüfung bestehe?
  • Welche Punkte sprechen dagegen und was kann ich gegen diese Punkte unternehmen?
  • Was ist der schlimmste Fall, wenn ich nicht bestehe/die Note nicht gut genug ist? Was sind in diesem schlimmsten Fall meine Alternativen?
  • Die Prüfung proben: also nicht nur dafür lernen, sondern auch die Prüfungssituation proben. Für eine Klausur also eine alte (noch nicht bearbeitete!) Klausur nehmen und diese in der vorgegebenen Zeit mit den vorgegebenen Hilfsmittel bearbeiten. Für eine mündliche Prüfung das Szenario mit einem guten Freund proben.

Während einer Klausur:

  • Zuerst alle Aufgaben grob durchlesen.
  • Mit der beginnen, die einem am Besten liegt.
  • Immer daran denken: auch Teillösungen geben Punkte!
  • Du kannst nur Aufgabenteil a und c? Dann mache auch genau diese beiden.
  • Du hängst fest, weißt nicht mehr weiter oder hast Dich verrechnet? Weiter mit der nächsten Aufgabe. Du kannst später nochmal zurück zu dieser Aufgabe. Aber es wäre doch schade, jetzt Punkte anderer Aufgaben zu verschenken…
  • Denke daran: Du sitzt jetzt schon mal in der Klausur. Zurück geht es nicht mehr, höchstens vorwärts. Also nutze die ganze Zeit und höre nicht vorzeitig auf, weil Du meinst, es hätte keinen Sinn mehr.
  • Atme tief durch, trinke einen Schluck und iss einen Happen – hilft meistens, aufkeimende Unruhe zu unterdrücken.

Anmerkung: Prüfungsangst ist in einem gewissen Maß normal und gehört dazu. Es gibt aber auch Menschen, bei denen diese eigentlich normale Angst übermäßig zuschlägt. Ist das bei Dir der Fall, dann suche bitte Deinen Hausarzt, einen Psychotherapeuten oder den psychologischen Dienst Deiner Universität auf. Denn dann ist die Angst zur Krankheit geworden, die behandelt werden kann!

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Mit Musik geht alles leichter…

… auch das Wegdriften von den Lerninhalten.

Ist zumindest bei mir so: wenn ich gerade mit der Aufnahme neuen Wissens oder dem Wiederholen beschäftigt bin, ist Musik für mich nicht gut.

Klassische Musik wäre wahrscheinlich möglich, habe ich noch nicht ausprobiert. Normales Radiogedudel geht keinesfalls, da ist es für mich viel zu anstrengend, mich auf meinen Stoff zu fokussieren.

Oft gelingt es mir, Musik auszublenden, wenn die Sprache des Liedtextes nicht diejenige ist, mit der ich mich gerade beschäftige. Doch warum sollte ich sie ausblenden, wenn ich sie einfach ausschalten kann?

Mir ist bewusst, dass das nicht für jeden Menschen gilt. Viele in meiner Verwandschaft brauchen Musik gewissermaßen als Taktgeber, mich bringt sie aus dem Takt, aus meinem persönlichen Lerntakt.

Wie ist es bei Euch? Eher mit oder ohne Musik? Falls mit: welche?