Woche 7 und 8 ohne Uni

Das war eine Berg- und Talfahrt die letzten Wochen.

Jetzt, 8 Wochen nach dem Entschluss zur Unipause, pendelt es sich so langsam ein. Ich schaffe es, ohne schlechtes Gewissen (!), nichts für die Uni zu tun. Dabei verbringe ich die gewonnene Freizeit (die mir zuerst über den Kopf wuchs) nicht stumpf vor dem Fernseher, sondern mit einem „Ersatzhobby“: der Elektronik. Auf diesem Feld habe ich so gut wie keine Kenntnisse, kann also einerseits etwas lernen (Neues lernen macht Spaß!) andererseits fällt dieser immense Prüfungsdruck weg.

Der erste Schritt war, dass ich mich vor 2 Wochen bei ET-Tutorials zum Videokurs angemeldet habe. An dieser Stelle ein dickes Danke an Wolfgang Bengfort, der es geschafft hat, mir den Weg zur Elektronik zu ebnen: Endlich habe ich verstanden (auswendig wusste ich es schon vorher), warum sich der Strom in einer Reihenschaltung von Widerständen nicht ändert. Und damit platzte ein dicker Knoten in meinem Gehirn und vieles von dem, was ich unter Qualen auswendig gelernt hatte, erscheint jetzt total logisch.  Wer also auch mal in die E-Technik schnuppern möchte, aber kaum einen blassen Schimmer hat: Lasst Euch von der Werbung nicht abschrecken, die Seite ist seriös und gut!

Damit fühle ich mich jetzt auch gerüstet, es noch einmal mit  6.002x bei edX  zu versuchen,  diesmal geht es mir aber nicht nur um das wie, sondern vor allem um den Inhalt. Sobald ich merke, dass ich mir damit Druck mache, werde ich allerdings aussteigen. In meiner Auszeit geht es ja auch um Erholung 😉

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Online-Universität (VI)

Neues gibt es auch bei Udacity:

neben einem neuen Layout (mal wieder) ist auch eine organisatorische Änderung hinzugekommen: Einsteigen ist jederzeit möglich. Die Kurseinheiten folgen nicht dem sonst üblichen wöchentlichen Taktschlag, stattdessen kann jeder sein eigenes Tempo bestimmen. Abschlussprüfungen werden alle 8 Wochen angeboten.

Weiterhin liegt der Fokus immer noch auf Informatik, mal schauen, ob sich das noch ändern wird oder was Sebastian Thrun sich sonst noch so ausdenkt.

Udacity ist zumindest einer der Online-Anbieter, der recht flexibel zu sein scheint. Was sicherlich auch darin begründet ist, dass Udacity keinen universitären Restriktionen mehr unterworfen ist.

Studieren am MIT – Erfahrungsbericht (III)

Hier der dritte Teil meines Erfahrungsberichtes. Diesmal geht es um das Thema Aufgaben.

Das ist ehrlich gesagt der Teil, mit dem ich nicht so zufrieden bin, wie mit dem Rest (also Vorlesung und Materialien). Es gibt Übungsaufgaben (zwischen einzelnen Vorlesungseinheiten) und Hausaufgaben.

Die Hausaufgaben unterteilen sich wiederum in zwei Bereiche: einen Theorie– und einen Praxisteil.

  • Positiv finde ich, dass bei drücken des „Check“-Buttons sofort angezeigt wird, ob die Lösung richtig oder falsch ist.
  • Neutral finde ich, dass man auch bei den Hausaufgaben so oft neue Werte eintragen und „Check“ klicken kann, wie man möchte. Mit ein wenig Halbwissen und viel Trial and Error bekommt man so seine 100% in den Hausuafgaben zusammen.
  • Schade finde ich,
    • dass man bei falschen Antworten im Übungsteil keine kleinen Hilfen anfordern kann, die einen auf den richtigen Weg führen.
    • dass bei Lösungen, die man sich im Übungsteil einblenden lassen kann, nur das absolute Resultat steht und nicht der Weg dorthin.

Insgesamt bin ich aber sehr beeindruckt von dem Kurs – auch wenn ich mich jetzt davon verabschieden werde, es ist mir einfach auch zu viel.

Studieren am MIT – Erfahrungsbericht (II)

Ich hatte versprochen, noch auf die weiteren Materialien einzugehen, die bei 6.002x am MITx zur Verfügung gestellt werden.

  • Die Folien hatte ich auch schon kurz erwähnt: es gibt sie in zwei Varianten als Lückentext zum Selbstausfüllen während der Vorlesung, als auch bereits ausgefüllt (in der Handschrift des Professors). Also für jeden Geschmack etwas.
  • Dann kann man noch online im Buch des Professors blättern und lesen. Das ist im Ursprungsformat etwas sperrig, weil der Text nicht durchscrollbar ist, sondern aktiv weitergeklickt werden muss. Ein fleißiger Teilnehmer hat sich die Mühe gemacht und ein Skript geschrieben, mit dem es möglich ist, durch das Buch zu scrollen (aber auch das ist noch nicht das Wahre).
  • In der Themenübersicht steht, welche Themen in welcher Woche behandelt werden und welche Kapitel im Buch man lesen oder zumindest durchblättern sollte. So ist Vorbereitung möglich.
  • Es gibt ein studentisch gepflegtes Wiki, das auch von den Betreuern des Kurses überwacht wird, so dass dort möglichst nur Sinnvolles steht.
  • In diesem Wiki gibt es auch die Sandbox – eine Software, mit der man eigene Schaltungen zusammenbauen kann.
  • Es gibt ein Forum zum Austausch sowohl mit den Betreuern als auch mit den Mitstudierenden, in dem über Probleme diskutiert werden kann. Der Code of Honor allerdings untersagt es, Lösungen zu veröffentlichen. Es ist immer noch eine Einzelleistung gefragt.
  • Es gibt Aufzeichnungen von Tutorials, in denen alte Übungsaufgaben zum jeweiligen Thema vorgerechnet werden.
  • Beim Betreten der Lernumgebung landet man immer zuerst auf der Übersichtsseite, auf der alle aktuellen Meldungen zu finden sind.

Das ist neben den Aufzeichnungen schon eine ganze Menge Material, dass dort geboten wird, um die Studierenden zu unterstützen. Für jeden Lerntyp ist etwas dabei.

Für mich wird es trotzdem so langsam schwierig, denn da ist ja noch ein Studium in Hagen, auf das ich den höheren Wert lege.