Ach komm, nur 10 Minuten…

manchmal will sich das Gefühl „ich will jetzt lernen“ auf Gedeih und Verderb nicht einstellen.

Da warte ich, und warte, und warte … es hat was von Godot, schließlich wache ich äußerst selten morgens auf mit dem Gefühl, dass ich heute, am besten in 5 Minuten, anfangen will mit Lernen. Zugegeben, auch das passiert – aber doch eher selten.

Häufiger ist es dann doch die Unlust des Beginnens. Zusätzlich wirkt alles dann auch noch so schrecklich viel oder schrecklich schwierig und insbesondere tödlich langweilig (jedenfalls langweiliger als vieles andere, was mir so einfällt).

Um mich eine Stunde lang hinzusetzen und zu Lernen, scheint die Energie jedenfalls nicht zu reichen, alternativ ist es die Disziplin.  So viele Menschen in meinem Umfeld scheinen so reichlich davon bekommen zu haben, dass für mich einfach nicht mehr viel übrig blieb.

Wofür es aber doch reicht, ist für 10 Minuten. Nur 10 Minuten, die tun nicht weh (naja, nicht so weh wie eine Stunde) und gehen schnell vorbei. Trotzdem kann ich hinterher behaupten, ich hätte zumindest ein bißchen was getan und wäre nicht gänzlich untätig gewesen.

Diese 10 Minuten gehen meistens so schnell vorbei, dass ich erst nach 30 – 60 Minuten merke, dass ich schon längst hätte aufhören dürfen. Diese kurze Zeitspanne reicht aus, um in den Stoff und in Fahrt zu kommen. Teilweise so sehr, dass ich tatsächlich die Zeit vergesse. Und dann ist sie auch da, die Lust zum Lernen. Doch dann ruft auch schon wieder die Arbeit…

Merke: 10 Minuten können Deine Prüfung retten.

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